Wirtschaftliches Eigentum beim Vorbehaltsnießbrauch an GmbH-Anteilen – neue Anhaltspunkte in der finanzgerichtlichen Rechtsprechung
Wer ist bei einem Vorbehaltsnießbrauch wirtschaftlicher Eigentümer des GmbH-Anteils: der Erwerber oder weiterhin der Nießbraucher? Diese Frage ist nicht nur für die Besteuerung einer späteren Veräußerung relevant, sondern entscheidet nach neuerer Rechtsprechung und den jüngsten Äußerungen der Finanzverwaltung auch über die Zurechnung der laufenden Einkünfte. Zwei aktuelle Entscheidungen des FG Düsseldorf und des FG Münster zeigen, dass Stimmrechtsbindungen, Verfügungsbeschränkungen und die Teilhabe an der Wertentwicklung des Anteils unterschiedlich ausgestaltet und gewichtet werden können. Zugleich verdeutlichen sie, dass zentrale Fragen weiterhin offen sind. Die Einzelheiten der Entscheidungen und ihre Bedeutung für die Praxis ordnet Maximilian Steger in seinem Beitrag ein.