Skin in the Game auf fremde Rechnung? – Zur Bedeutung von anlegerfinanzierten GP Commitments im PE-Markt
Die Kapitalbeteiligung des Fondsmanagers („GP Commitment“) gilt seit jeher als zentrales Instrument zur Interessenangleichung zwischen Managementteam und Anlegern. Wer eigenes Geld riskiert, trifft bessere Entscheidungen – so die Grundannahme. Doch was, wenn dieses Kapital gar nicht vom Fondsmanager selbst stammt? Im angloamerikanischen PE-Markt ist genau das keine Seltenheit mehr: Fondsmanager greifen zunehmend auf Finanzierungsstrukturen zurück, bei denen die wirtschaftliche Last des GP Commitments – zumindest teilweise – auf die Anleger verlagert wird. In Deutschland findet dieses Phänomen bislang kaum Beachtung. Der folgende Beitrag beleuchtet die gängigen Mechanismen, ihre strukturellen Implikationen und die Frage, was Anleger, Manager und Berater hierzulande daraus lernen können.